Aufstellungsarbeit zur KLÄRUNG und LÖSUNG persönlicher Lebensthemen

Wenn Sie Ihren Blickwinkel ändern, ändert sich die ganze Welt für Sie.

 


 

 

WANN MACHT EINE AUFSTELLUNG SINN?

 

  • Wenn Sie das Gefühl haben, in Ihrem Leben festzustecken.
  • Wenn Sie immer wieder in die gleiche unangenehme Situation kommen.
  • Wenn Sie mit Ihren Eltern, Ihrem Partner oder Ihren Kindern nicht mehr zurechtkommen.
  • Wenn Sie das Gefühl haben, ihr Leben entgleitet Ihnen.
  • Wenn Sie das Gefühl haben, andere sind an ihrem Unglück schuld.
  • Wenn es viel Leid in Ihrer Familiengeschichte gegeben hat.
  • Wenn sie traurig sind und sich nicht dagegen wehren können.
  • Wenn sich in Ihrer Familie immer wieder Trauriges ereignet.
  • Wenn Sie sich mit einem Verstorbenen nicht mehr aussprechen konnten.

 

 

 

 

Hintergrund

Jeder Mensch ist untrennbar mit seiner Herkunftsfamilie verbunden und damit Teil seines Familiensystems. Im Laufe unseres Lebens entwickeln sich daraus ganz unbewusst Beziehungsmuster, die unser Leben maßgeblich beeinflussen. Auch uns unbekannte Personen und deren Schicksale aus unserer Herkunftsfamilie, können sich maßgeblich auf unser Leben auswirken. Oft übernehmen später geborene Familienmitglieder aus Liebe, völlig unbewusst, das Schicksal eines Vorfahrens und wollen es damit ausgleichen oder sühnen.

Aus diesen Verstrickungen heraus entsteht alles, was Probleme in unser Leben bringt. Vieles davon leider vollkommen unbewusst. Nichts entsteht aus sich selbst heraus, alles hat eine Ursache und alles hat eine Wirkung!

 

Wirkungsweise

Die Aufstellungsarbeit ist kein Allheilmittel, aber sie ermöglicht es solche Verstrickungen, Schieflagen und unbewusste Dynamiken in unserem System aufzuspüren, sichtbar zu machen und zu lösen. Neue Möglichkeiten eröffnen sich. Sei es innerhalb der eigenen Familie, in einer Organisation, in einem Projekt, oder innerhalb des eigenen Körpers (körperliche Symptome / innere Anteile), denn auch der Körper ist ein System in sich. Auch die Mitarbeit als Stellvertreter kann sehr heilsam sein. Im Hintergrund wird dabei immer auch ein eigenes Thema mit bearbeitet und gelöst.

Manchmal ist es notwendig und sinnvoll, die Ergebnisse einer Aufstellung in einem Coachingprozess weiter zu bearbeiten um sie tatsächlich nachhaltig auflösen zu können.

 

 

 

 

 

Woher kommt die sogenannte Aufstellungsarbeit?
Beim Bemühen um Heilung für psychische Probleme und Überforderung haben Ärzte und Wissenschaftler zu Beginn des 20. Jhd. versucht, die Themen der Menschen auf die Bühne zu bringen um den Betroffenen einen Perspektivenwechsel zu ermöglichen. Immer wieder haben sich die Schauspieler auf der Bühne über das Drehbuch hinaus selbständig gemacht und so oft wunderbare und ungeahnte Lösungen für das Problem gefunden und dargestellt. So ist man auf das Vorhandensein des so genannten „wissenden Feldes“ aufmerksam geworden. Bert Hellinger hat diese Aufstellungsarbeit Ende der 1970er Jahre weiter erforscht und neue Lösungsansätze entwickelt, die die Grundlage der heutigen Möglichkeiten - Klassische Aufstellung mit Personen (offen oder verdeckt) - Aufstellung mit Bodenankern oder Sesseln - Brettaufstellung (Aufstellungen mit Figuren auf einem Brett) sind.
Was passiert bei einer klassischen Familienaufstellung?
  1. Im Vorfeld bekommt der Klient vom Aufstellungsleiter die Aufgabe seine Herkunftsfamilie genau anzuschauen. Zu klären, wer gehört dazu? Wer wurde ausgeschlossen? Worüber wurde nie gesprochen? Wo hat es besonders schlimme Schicksale gegeben? Gibt es Wiederholungen? Auch bereits verstorbene Familienmitglieder gehören dazu. Früher war es eine Schande, wenn in der Familie ein Selbstmord passiert ist. Uneheliche Kinder waren ebenfalls problematisch. Oft ist den Frauen dadurch großes Unrecht geschehen über das nie jemand gesprochen hat.
  2. Unmittelbar vor der Aufstellung klärt der Aufstellungsleiter mit dem Klienten, das ist der, der eine Aufstellung machen will, sein Anliegen und was er genau mit der Aufstellung erreichen will. Dann formuliert der Klient sein Anliegen in klaren Sätzen.
  3. Dann klärt der Aufstellungsleiter mit dem Klienten welche Personen und Platzhalter für welche Personen, Emotionen und/oder Funktionen (die Einsamkeit / das Geheimnis / das was fehlt, etc.) an der momentanen, unangenehmen Situation beteiligt sind.
  4. Jetzt wählt der Klient unter den Anwesenden die erforderlichen Stellvertreter aus. Er stellt diese so im Raum auf, wie es seinem inneren Bild entspricht. Er beginnt mit einem Stellvertreter für sich selbst, lässt sich von seinen Gefühlen leiten und denkt möglichst nicht nach welcher Platz gut wäre.
  5. Das dabei entstehende Bild gibt bereits wesentliche Informationen über die bestehende Situation im System.
  6. Ohne irgendetwas über jene Personen zu wissen, die sie darstellen, nehmen die Repräsentanten die körperlichen Empfindungen und Gefühle, der von ihnen im System dargestellten Personen wahr. Beinahe immer bestätigt das der Klient. Die Personen haben z. B. die gleichen Schmerzen und verwenden die Formulierungen der Personen für die sie stehen.
  7. So erkennt man verborgene Muster, Konflikte und Belastungen und kann durch Umgruppierungen im System eine heilsame Wirkung auf die Situation erreichen. Oft werden „innere belastende Bilder“ völlig auf den Kopf gestellt. Das Aha-Erlebnis wirkt erleichternd, weil plötzlich klar wird, warum alle bisherigen Lösungsansätze nicht gelingen konnten.
  8. Durch gezielte Fragen und Aufforderungen, klärt nun der Aufstellungsleiter die Wahrnehmungen der Repräsentanten. Manchmal stellt sich heraus, dass ein Mitglied des Systems fehlt. Dann wird dieses durch einen Stellvertreter ergänzt. Behutsam erkundet der AL die Bedürfnisse der Systemmitglieder und begleitet den Prozess so lange, bis der Klient sein Anfangs definiertes Ziel erreicht sieht und – idealerweise – alle Teilnehmer mit ihrem Platz zufrieden sind.
  9. Da der Klient als Zuschauer fungiert, kann schon das Erlebte bei ihm starke Emotionen auslösen. (Betroffenheit, Traurigkeit, Freude, etc….) Im optimalen Fall empfindet der Klient das Gesehene als Versöhnung mit anderen und sich selbst – sodass Verständnis und Vergebung nun im System wirken können.
  10. Kurz bevor das ersehnte Ziel erreicht scheint, kann der AL den Stellvertreter des Klienten auswechseln und den Klienten selbst an dessen neuen Platz stellen. So kann dieser alle Emotionen und Gefühle am eigenen Körper wahrnehmen und die Veränderung die passiert ist gut verinnerlichen. Bei sehr turbulenten Aufstellungsprozessen ist es auch möglich Klient und Stellvertreter gemeinsam durch die Schlusssequenz gehen zu lassen.
Was ist der wissenschaftliche Hintergrund?
Der anerkannte, deutsche Wissenschaftler Prof. Dr. Mathias Varga von Kibed stand Hellingers Methoden sehr kritisch gegenüber. Er hat Hellingers Arbeit wissenschaftlich untersucht und  damit deren  Wirksamkeit nachgewiesen. Er hat dabei auch  herausgefunden, dass diese Art der Aufstellungsarbeit auch für Firmen und Organisationen aller Art sehr wirksam genutzt werden kann. 1994 gründete Varga von Kibéd gemeinsam mit seiner Ehefrau Insa Sparrer das SySt-Institut für systemische Ausbildung, Fortbildung und Forschung in München. Schwerpunkt der Arbeit am SySt ist die Entwicklung der Systemischen Strukturaufstellungen. Seit 1995 werden an diesem Institut auch Ausbildungen zum systemischen Therapeuten/Berater mit Schwerpunkt Systemische Strukturaufstellungsarbeit durchgeführt (wikipedia). Es ist bis heute nicht gelungen, eine wissenschaftliche Erklärung für dieses Phänomen zu finden. Es ist also notwendig, sich mit der Aufstellungsarbeit vertraut zu machen – sich einzulesen oder an einer Aufstellung teilzunehmen – um  sich von  ihrer Wirksamkeit überzeugen und sie zum eigenen Besten nutzen zu können.

 

 

 

 

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